Metropol Geschichte

Einblick in die bewegte Geschichte des Metropol Kinos in Gera.

Das Metropol Kino blickt auf eine lange und facettenreiche Geschichte zurück, die bis ins 19. Jahrhundert reicht.

Ende des 19. Jahrhunderts
Ursprünglich als jüdische Synagoge erbaut, wurde das Gebäude später in das "Etablissement Leipnitz" umgebaut – eine Gaststätte mit Gartenbetrieb und Tanzlokal.

1919
Der Umbau zum "Metropol Theater" mit 500 Sitzplätzen erfolgte, und im Oktober 1919 eröffnete es als erstes großes Lichtspieltheater in Gera.

1946
Nach der Enteignung des damaligen Besitzers wurde das Kino in "Kino der Geraer Schaffenden vom FDGB" umbenannt.

1957/58
Die Installation von neuen Breitwänden für die sogenannte Totalvision brachte eine entscheidende Veränderung: der alte "Schwalbenschwanz" wurde beseitigt.

Anfang der 50er bis ca. 1963
In dieser Zeit war das Kino Sitz des Kreislichtspielbetriebs und Werbemittellagers. Der heutige Saal DREI war damals als Pressekino bekannt.

1968 - 1972
Ein umfassender Umbau und eine Sanierung des Kinos reduzierten die Kapazität auf 300 Sitzplätze, wobei der Rang entfernt wurde.

1973
Das Metropol Kino wurde zum Gründungskino des „Kinderfilmfestivals Goldener Spatz“, das bis heute eine wichtige Veranstaltung für Kinder- und Jugendfilme ist.

1989
Das Kino wurde in die Ostthüringer Filmtheaterbetriebs GmbH umgewandelt.

1991
Der Verkauf des Kinos an die Ufa erfolgte über die Treuhand.

1990er Jahre
In dieser Dekade wurden zwei kleine Studiokinos, "EULE" und "KUCKUCK", erbaut.

21. Januar 1998
Nach vielen Jahren des Kinoerlebnisses schloss das Metropol seine Türen. Die letzten Vorstellungen waren "Comedian Harmonists" und "Titanic".

Ab 2002
Für einige Jahre wurde das Gebäude als Diskothek unter dem Titel „Metropol – Der Kult, der Film, die Party“ genutzt.

Wiedereröffnung 2014
Am 20. November 2014 erlebte das Metropol Kino eine glanzvolle Wiedereröffnung und hat sich seither als kultureller Treffpunkt etabliert.

2019
Zum 100-jährigen Jubiläum des Kinos wurde eine Feier mit prominenten Gästen wie Gojko Mitić und Thorsten Merten abgehalten. Außerdem wurde die Straßenbahnhaltestelle direkt vor dem Eingang in „Leipziger Straße/Metropol“ umbenannt.